Echte Kryptographie

Kommentar schreiben | Kommentare lesen

Geheimhaltung ganz einfach …

Aufgrund des aktuellen Themas der weltweiten Spionage durch Geheimdienste habe ich mich entschlossen, meinen kryptographischen Schlüssel offenzulegen zur Garantie des allgemeinen Verständnisses meiner für die Öffentlichkeit bestimmten Informationen.

Die einzige »echte« Krypto-Geheimwaffe ist immer noch die öffentliche Verbreitung von »echtem« Wissen, verpackt in beliebige bzw. dem Wissen angepasste Informationseinheiten. Als Beispiel möge hier ein Austausch zwischen Physikern über die gemeinsame Arbeit an einem beliebigen Thema herhalten; sagen wir den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Das kann jeder Geheimdienst mitlesen. Wie hoch ist die Chance, dass auch nur einer der Schlapphüte versteht, welche Informationen da ausgetauscht werden und um welchen Schlussfolgerungen es geht? Selbst das Verständnis einer Anleitung zum Bau einer Entropiebombe¹ zur Erzeugung eines thermodynamischen Gleichgewichts stieße da an diverse natürliche Grenzen.

Ein anderes Beispiel. Meine Kommunikation ist stets öffentlich und unverschlüsselt. Selbst die brisantesten Informationen werden auf verschiedenen Wegen im Internet, per klassischer Post oder Telefon frei von jeder Verschlüsselung im technischen Sinne veröffentlicht. Sogar die Geheimdienste selbst werden von mir direkt mit diesen Informationen versorgt. Da Wissen jedoch wie bei obigem Beispiel automatisch zur »Verschlüsselung aufgrund Unwissenheit« führt, stellt sich hier insoweit ein Problem dar, als dass selbst die Geheimdienste meine Informationen nicht verstehen können/wollen, womit – trotz Informationsspeicherung – einer sachgemäßen Auswertung die Dummheit (verstanden als »Nichtwissenwollen«) entgegensteht. Selbst einfachste l a n g s a m e und d e u t l i c h e Sprache führt bei den mithörenden Schlapphüten zu keiner Reaktion. Auch dem Deutschen Bundestag, dem Bundeskanzleramt und diversen Ministerien werden Informationen regelmäßig zugänglich gemacht auf simple einfache Art und Weise, nämlich Buchstaben werden zu Begriffen in Begriffsketten; garniert mit Quellen und Querverweisen sowie diversen Fußnoten, versehen mit Absender und Empfänger. Das Ergebnis? Keine Reaktion. Echte Kryptographie eben; ohne jeden technischen Schnickschnack.

Das eigentliche Problem dieser mehr oder weniger »unfreiwilligen Kryptographie« ist also der häufige Mangel an Wissen bei den Empfängern, wie diese für die Öffentlichkeit bestimmten Informationen überhaupt durch den menschlichen Geist verarbeitet werden sollen. Die also letztlich durch den Mangel an Wissen hervorgerufene quasi körpereigene »Quanten-Verschlüsselungs-Mechanik« (QVM) macht hier jede Kommunikation – als Austausch von Informationen unter Gleichen – nahezu unmöglich. Und da Dummheit zu den nachhaltigsten und sozusagen natürlich nachwachsenden Rohstoffen gehört, ist es nicht absehbar, dass diese »Quanten-Psycho-Keys« (QPK) jemals durch »Unbefugte von eigenen Gnaden« geknackt werden. Eigentlich schade. Man könnte es als die eigentliche Bildungsmisere bezeichnen.

Die Heisenbergsche Unschärferelation erklärt, dass es unmöglich ist, ein physi(kali)sches Phänomen gleichzeitig als Welle (durch Geschwindigkeitsbestimmung) und als Teilchen (durch Ortsbestimmung) zu definieren, da sich der Bestimmende dazu selbst entweder in Bewegung oder an einem bestimmten Ort befinden muss – die eigentliche Messung also letztlich das Ergebnis bestimmt. Auf die o.a. Beispiele bezogen ist es also ebenso unmöglich, ein psych(olog)isches Phänomen (hier die Informationserstellung und -verarbeitung) gleichzeitig als Nichtinformation (durch Verschlüsselung) und als Information (durch Veröffentlichung) zu definieren, da jede Form der Verschlüsselung folgerichtig zu einer verschlüsselten und damit unlesbaren Informaton führt, welche somit keine mehr ist. Auch hier ist die Folge, dass das Messinstrument, in diesem Falle der menschliche Geist, nicht die Information selbst entschlüsselt, sondern die Informationseinheit mit entweder eigenem Wissen oder eigener Leere füllt.

Wer also »echte« Informationen verbreiten will, bedarf keiner Verschlüsselung. Die erledigt der unwissende Empfänger von ganz allein. Was übrig bleibt, ist ein Haufen kryptischer Zeichen, deren Inhalt kaum jemandem zugänglich sein wird außer dem Wissenwollenden, welcher diese Informationen gemäß seines Informationsbedarfs verarbeitet, was wiederum zur Veränderung der Informationen führt; wie weiter oben dargelegt, ein zwangsläufiger Effekt der Heisenbergschen Unschärferelation.

Machen Sie den Test an diesem Text: Verstehen Sie eigentlich, worum es geht?

¹ Sicherstellung der Aufnahme in geheimdienstliche Register via: http://www.google.ch/#sclient=psy-ab&q=entropiebombe&oq=entropiebombe

Schreibe einen Kommentar

Bitte achte auf Rechtschreibung, Inhalt und Themenbezug. Das Schreiben und Lesen sowie Löschen eines unsinnigen Kommentars beansprucht Lebenszeit, die vielleicht irgendwann fehlt.

Bei Angabe einer korrekten E-Mail-Adresse wird über Antworten auf den Kommentar benachrichtigt.