Lügenpresse? Lückenpresse!

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Also, ich möchte … doch um ein wenig Contenance gegenüber den Helden der Feder aus den Schreibstuben der Pressefreiheit bitten. Wie weiland Watergate wird doch nun wirklich der kleinste Skandal von diesen Medienprofis an das Licht der scheuen Öffentlichkeit gezerrt.

Ich erinnere mich noch ganz genau, wie 2010 der Bunte Präsident Wulff gehen musste, weil die Presse investigativ recherchiert hatte, dass die zu seiner Wahl führende 14. Bundesversammlung zur Wahl zum 10. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland am 30.06.2010 überhaupt nicht ordnungsgemäß besetzt war, weil sich der 15. Landtag von Nordrhein-Westfalen in (nicht nur) dieser Legislaturperiode nicht ordnungsgemäß konstituiert hatte, weil ein Nichtmitglied des Landtages die konstituierende Sitzung und die Wahl des Landtagpsräsidenten leitete, und deshalb die Wahlfrauen und Wahlmänner zur Bundesversammlung aus NRW nicht ordnungsgemäß gewählt wurden. Also, das war doch eine nunmehr sattsam bekannte Sternstunde des Investigativboulevards! Das blöken ja die Schnucken von der Heide.

Oder damals, im Jahre 2013, als die drei Preisträger des »Großem Anton-Hynkel-Preises mit Firlefanz und Kinkerlitz am Braunen Band«¹, Reiner Holznagel (Präsident des Bundes der Steuerzahler, für die Aufrechterhaltung der Ehrung des NSDAP- und SS-Mitglieds Karl-Bräuer durch die Verwendung dessen Namens für das Karl-Bräuer-Institut und den Karl-Bräuer-Preis), Wolfgang Schäuble (Bundesminister der Finanzen, für die Anwendung des nationalsozialistischen Einkommensteuergesetzes vom 16.10.1934, erlassen und unterzeichnet von Adolf Hitler auf der Grundlage des Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich vom 23.03.1933) sowie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Bundesministerin der Justiz, für die Anwendung der nationalsozialistischen Justizbeitreibungsordnung vom 11.03.1937, erlassen auf der Grundlage des Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich vom 23.03.1933), so derart von der Presse zerrissen worden sind, dass sie ihre Ohrensessel räumen und ihre Büros durch die Hintertüren verlassen mussten. Denn wenn die Deutsche Demokratische Presse eines überhaupt nicht leiden kann, dann ist es die Fortführung des Nationalsozialismus mit anderen Mitteln im Nachkriegswunder- und Kernland Europas.

Also meine Herren: Einfach mal die Presse halten!

¹ http://www.kulturpreise.de/web/preise_info.php?preisd_id=20388

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