Göttliche Unterweisungen

Kommentar schreiben | Kommentare lesen

»Was soll man bei denen tun, welche die Schindereien der alten, gegen Unschuldige rabiat wütenden Tyrannen ›Recht‹ nennen? Und während sie sich als Gelehrte der Ungerechtigkeit und Grausamkeit aufführen, trotzdem als gerecht und klug angesehen werden wollen, während sie blind und stumpf sind, nicht wissen, was vorgeht, und die Wahrheit nicht kennen? Seht ihr, verlorene Geister, die Gerechtigkeit so wenig, dass ihr sie mit den größten Verbrechen gleichsetzt? Ist die Unschuld bei euch so heruntergekommen, dass euch dafür nicht einmal einfache Todesstrafe genügt? Euch erscheint als unüberbietbares Verbrechen, was sich jeder Untat enthält und ein von jeder Ansteckung mit Verbrecherischem reines Gewissen gewährt.« – Laktanz (* um 250; + um 325) in »Göttliche Unterweisungen« (Divinae Institutiones) 5. Buch »Über die Gerechtigkeit«

»Nun haben etliche der Klugen und Schiedsrichter der Gerechtigkeit Institutionen des Bürgerlichen Rechts herausgebracht, damit mit ihrer Hilfe Prozesse und Konflikte zerstrittener Bürger geschlichtet würden. Um wie viel besser und berechtigter ist nicht eine Darstellung der Göttlichen Institutionen, in denen nicht von Traufrecht, Wasserabfluß oder zu beobachtenden Förmlichkeiten, sondern von der Hoffnung, dem Leben, dem Heil, der Unsterblichkeit und von Gott die Rede ist, damit tödlicher Aberglaube und skandalöse Irrtümer geheilt werden.« – Laktanz (* um 250; + um 325) in »Göttliche Unterweisungen« (Divinae Institutiones) 5. Buch »Über die Gerechtigkeit«

Schreibe einen Kommentar

Bitte achte auf Rechtschreibung, Inhalt und Themenbezug. Das Schreiben und Lesen sowie Löschen eines unsinnigen Kommentars beansprucht Lebenszeit, die vielleicht irgendwann fehlt.

Bei Angabe einer korrekten E-Mail-Adresse wird über Antworten auf den Kommentar benachrichtigt.