Wer vorher zahlt, ist besser dran!

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Wir alle kennen die Probleme mit dem lieben Geld. Kennen wir sie wirklich?

Die massiven finanziellen Probleme unserer Gesellschaft sind augenscheinlich. Irgendetwas funktioniert nicht so wie es funktionieren sollte. Immer fehlt am Ende des Monats Geld.

»Zinswirtschaft treibt uns in den Ruin!« rufen die einen, »Zins ist der Motor der Wirtschaft!« die anderen. Während nicht erst seit Freigeistern wie Silvio Gesell immer wieder, meist aus der Zahlungsmittel-Not geborene Alternativen von Freigeldexperimenten oder auf Tausch basierende Gemeinschaften entstehen, werden diese von den Zinsverteidigern strikt abgelehnt, weil sie zinslos sind. Diese Ablehnung ist allerdings nicht einseitig, sondern wird seitens der Freigeldvertreter durch die Verneinung von Zins an sich, noch verstärkt.

Der Rubel muss rollen

Was aber lässt den Rubel rollen?

Der Zins sagen die einen, kein Zins die anderen. Während die Ersteren meist von ihren Zinsen leben, haben die Letzteren kein Geld, um ihre Zinsen zu zahlen. Das betrifft den privaten Bereich ebenso wie den staatlichen oder globalen. Die einen sagen, Zins schafft Mehrwert. Die anderen unterstellen dem Zins dessen Unterdrückung oder liberalisieren durch die Meinung, Zins schaffe zumindest keinen Mehrwert. Der Mehrwert wiederum ist ein Symbol für Entwicklung.

Gibt es eine Integration beider Polaritäten ohne den Ausschluss der anderen?

Es gibt eine Möglichkeit.

Betrachten wir uns, anstatt das Zinsprinzip rundweg abzulehnen oder vorbehaltlos zu akzeptieren, dieses etwas genauer. Was ist Zins?

Der Zins ist die Wertsteigerung einer Wertanlage, die zur Schaffung von Mehr-Wert führt.

A legt bei B einen Wert an, wodurch B mit diesem Wert arbeiten kann und so Mehrwert schafft. Nach einer gewissen Zeit bekommt A seinen Anteil am von B geschaffenen Mehrwert. Dieser Mehrwertanteil ist der Zins von B an A, den B von seinem durch A mitgeschaffenen Mehrwert abzieht. Sie teilen die Beute. Das hört sich nicht nur gut an, sondern funktioniert sogar!

Wo liegt nun das Problem?

Das Problem der derzeitigen Zinswirtschaft, wird durch eine einfache Tatsache deutlich. Geld als Zahlungsmittel ist eine öffentliche Instanz, da es als gesetzliches Zahlungsmittel ausgewiesen ist. Man muss also mit Geld zahlen und jeder Versuch der Umgehung, führt unweigerlich zu Reaktionen der Legislative, die den Geldfluss regelt. Damit kommen wir zum Kern des Problems, der in der gleichzeitigen Funktion des Geldes als Privatbesitz erscheint.

Jeder kann mit seinem Geld machen was er will. Jeder kann sein Geld für unbegrenzte Zeit dem Geldfluss entziehen. Auf diesen Mangel wurde bereits von vielen Reformern hingewiesen. Würde eine Umlaufsicherung des Geldes durch Abwertung gesetzlich eingeführt, ergäbe sich das Problem der Kapitalabwanderung durch den Zwang Geld auszugeben, anstatt anzulegen und dafür Zinsen zu erhalten. Nur die Abwertung des Geldes scheint eine weitere Alternative zur Umlaufsicherung zu sein. Das Problem der heutigen Zinswirtschaft: Sie erliegt dem Zwang zur Geldvermehrung im Gegensatz zur Möglichkeit der Wertvermehrung. Damit wird Geld selbst zu einer Ware, anstatt als Zahlungsmittel für Waren zu funktionieren, und verliert seinen Wert als Zahlungsmittel, wogegen sein Wert als Ware steigt – leider eine Ware die man nicht essen kann und Toilettenpapier ist billiger. Damit verhindert Zins den Geldumlauf und hebt sich als dessen Sicherung auf.

Das Problem des Freigeldes, welches diesen Mangel beseitigen will, liegt im Zwang zum Ausgeben, der wiederum durch Abwertung des Zahlungsmittels erreicht wird. Aber wer hat es schon gern, wenn sein sauer Verdientes abgewertet wird? Da legt man es lieber in Zins an.
Zins auf Anlagekapital und der Zwang dieses auszugeben widersprechen sich zutiefst, obwohl beide im Grunde das gleiche Prinzip, das der Geldbewegung durch Anreiz darstellen! Beide erschaffen Mehrwert – virtuellen und reellen, beide real. Wir haben also eigentlich ein Positiv-Zins-System und ein Negativ-Zins-System mit entsprechenden Anreizen, deren beider Vertreter sich für ihr System mit den Vertretern des anderen um die Vor- und Nachteile des jeweils anderen Systems streiten.

Zins versus Freigeld? Positiv-Zins versus Negativ-Zins?

Dieser scheinbare Widerspruch hebt sich bei einer etwas differenzierten Betrachtung des Begriffes ZINS auf. Der Fokus beider Systeme liegt auf dem Wert von Geld, auf dem Vorrang des virtuellen Wertes gegenüber dem reellen Wert! Diese „Normalität“ des Bezugs auf das Zahlungsmittel und seiner Wertsteigerung oder –minderung, an Stelle des Bezugs auf den Wert, der das Zahlungsmittel erst gültig macht, beinhaltet den ganzen Widerspruch.

Was ist Geld ohne Gegenwert? Ein virtueller Wert ohne realen Gegenwert.
Was ist Gegenwert ohne Geld? Ein realer Wert ohne virtuellen Gegenwert.

Geld und sein Gegenwert sind Antagonisten, die sich heute gegenseitig bedingen, wobei dem realen Wert gegenüber dem virtuellen eine grundsätzlichere Stellung zukommt. Geld macht nicht satt, aber wir brauchen es, um satt zu werden, wenn wir nicht wieder zum Ausgangspunkt – als wir mit Schweinen in die nächste Stadt zogen – zurückkehren wollen. Geld wiegt weniger als Schweine, ist aber ohne diese wertlos.

Und damit schließt sich der Kreis. Was also tun?

Wenn wir Geld haben, versuchen wir so wenig wie möglich davon auszugeben – verständlich. Nichtsdestotrotz müssen wir aber Geld ausgeben, um zu leben. Was aber, wenn dem Bauern das Geld, welches wir haben, fehlt, um seine Schweine zu füttern, die uns sättigen sollen?

Ein differenzierterer Umgang mit dem Zahlungsmittel GELD und seinem Gegenwert PRODUKT wäre angebracht in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage aller Beteiligten.

Dieser Umgang sollte sowohl das Geld als auch seinen Gegenwert mit einbeziehen, indem er beide als zinswürdig erachtet, was sie in der Tat sind, da sie beide Werte symbolisieren.

Ein solcher modifizierter Umgang entbehrt der Notwendigkeit der Aufhebung von Zins und der Einführung von Freigeld ebenso, wie er den Geldfluss ohne Zwangsabwertung regulieren kann.

Ein weiterer Vorteil liegt in seiner Simplizität und Überprüfbarkeit.

Dazu folgendes Modell des Neukaufverhaltens, beruhend auf dem Prinzip des Produktmehrwertes, genannt REAL-ZINS:

Ein Kunde hinterlegt in einem Unternehmen seiner Wahl eine Summe von 100% als Kapitalanlage für zukünftige Einkäufe ab dem nächsten Monat. Die Höhe der Einlage ist frei wählbar. Das Unternehmen gewährt auf diese 100% Vorauseinlage einen Waren-Zuschlag von X1% im ersten Folge-Monat, von X2% im zweiten und von X3% im dritten Monat usw. Diese Zeitdauer, bezogen sowohl auf die Länge der Einzeldauer, als auch auf die Gesamtdauer und die Höhe der Warenrabatte sind je nach Unternehmen zu berechnen. Das Prinzip ist wichtig. Ab einem frei gewählten Gesamtzeitraum verfällt der Rabatt, wobei der Kunde sein Guthaben jederzeit, auch nach dem Verfall des Warenrabatts, zu 100% als Warenwert erschöpfen kann. Der Kunde bekommt also einen Wert zwischen 100% Ware für seine 100% Einlage und den insgesamt gewährten Warenrabatten zurück. Eine relativ schnell und unkompliziert umsetzbare Möglichkeit ist der Verkauf von schlichten Rabattmarken, deren Mehrwert in Produkten anstatt Geld abgegolten wird.

Die nahe liegende Alternative einer generellen Preissenkung anstatt Rabattumlage ist nicht anzuraten, da eine blinde Preissenkung nicht für den Umlauf von Geld sorgt, sondern für die Untreue der Kunden, weil andere Unternehmen ebenfalls ihre Preise senken müssen. Die Folgen sind an den dadurch vernichteten Arbeitsplätzen zu sehen. Der Zinseszins der Folgen ist die Tatsache, dass immer weniger Geld ausgegeben wird, wodurch die Preise fallen. Diese Folgen werden weiter unten noch detaillierter ausgeführt.

Im Klartext:

Das Unternehmen vergibt Rabatte, wenn der Kunde die Rechnung vorher zahlt, so wie es z.B. 3% Skonto auf Barzahlung geben kann oder Säumniszuschläge bei einem bestehenden Manko, die den Zins für die Anlage von Ware darstellen, geltend macht. Der Rabatt erhöht sich mit der Anlagedauer.

Der Vorteil für das Unternehmen liegt in der Verfügungsmöglichkeit über mehr Zahlungsmittel zum Kauf von Ware – das kann für kleine Unternehmen lebenswichtig sein.

Der Vorteil des Kunden, dass er an dem Unternehmen, dessen Anteilseigner er de facto durch seine Einlage ist, durch REAL-Zins in Form von Produkten oder Dienstleistungen beteiligt ist und so dessen wirtschaftliche Basis sichern hilft, während er am dadurch geschaffenen Mehrwert partizipiert.

Das Prinzip »Erst die Ware und dann das Geld« entstand zu einer Zeit, in der Geldwert an Realwerten gemessen wurde. Heute ist Geld jedoch selbst zur Ware geworden, da es nicht mehr durch reelle Werte abgesichert ist. Würden weltweit alle Guthaben auf einmal ausgezahlt werden müssen, würden nicht nur die Notendruckereien auf Hochtouren arbeiten, sondern es müsste auch der Tatsache ins Auge gesehen werden, dass es keine dementsprechenden Werte in realem Gegenwert gäbe. Dies hätte entweder eine weltweite Inflation oder Deflation zur Folge. Im ersten Fall würde der Wert der Welt an den Wert der verfügbaren Zahlungsmittel angepasst, im zweiten Fall der Wert der Zahlungsmittel an den Wert der Welt. Eine Variante erzeugt die andere, also gilt es einen mittleren Weg zu finden, einen Ausgleich zwischen Deflation und Inflation. Dieser besteht in der schlichten Vereinigung beider Aspekte zu etwas gemeinsam Funktionalem, statt der Vermeidung des einen durch die Stärkung des anderen.

Die Aussage »Erst die Ware und dann das Geld« hat nichts mit dem Ablauf des Verkaufs zu tun, also der zeitlichen Abfolge vom Geben der Ware und Geben des Zahlungsmittels. Wenn man sich per Handschlag einig war, tauschte man einfach, ohne Rücksicht darauf ob zuerst die Ware oder das Geld übergeben wurden – es passierte quasi gleichzeitig. Die eigentliche Bedeutung dieser Volksweisheit ist die schlichte Tatsache, dass das Schwein, welches ich essen will, zuerst einmal geboren und schlachtreif gezogen sein muss.

Geld hat ohne Produkt als Gegenwert keinen Wert!

Deshalb kommt zuerst der reelle Wert, die Ware, und dann der virtuelle Wert, das Geld – wobei beide Werte durch gegenseitige Vereinbarung aufeinander abgestimmt werden müssen. Fehlt es an Produkten, die den geforderten virtuellen Wert reell abstützen, muss der virtuelle Wert angepasst werden, nicht der reelle Wert. Diese Anpassung erfolgt im vorliegenden Fall durch erhöhten Geldfluss, nicht durch erhöhte Geldproduktion. Diese Erhöhung des Geldumlaufs wird durch eine Erhöhung der reellen Wertes in Bezug auf den virtuellen Wert angeregt. Andererseits handelt es sich dabei um eine Senkung des virtuellen Wertes, also eine verzögerte Preissenkung. Jetzt tritt die gegenseitige Abhängigkeit in Kraft. Durch den angeregten Geldfluss, der vor dem eigentlichen Erwerb des Produktes eintritt, hat der Produzent die Möglichkeit, seinen von ihm bestimmten reellen Wert für sein Produkt zu erhöhen und den Überschuss an reellem Mehrwert aus der Produktion als Bonus an den im Voraus zahlenden Kunden abzutreten. Dieser kommt so in den Genuss einer verzögerten Preissenkung, da er für sein Geld mehr reellen Wert bekommt, als er virtuell zur Verfügung stellt. Er bildet sozusagen eine ICH-AG, die mit einem Unternehmen zum gegenseitigen Vorteil kooperiert und beide stellen sich gegenseitig das Benötigte zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung.
Eine gute Partnerschaft sozusagen, eine Partnerschaft als Sozialität.

Zuerst das Geld und dann die Ware.

Fazit: Wer virtuellen Wert, also Geld, für die Erzeugung eines Produktes weitergibt bevor er den reellen Wert braucht und demzufolge realen Mehr-Wert ermöglicht, kann sich diesen mit dem Erzeuger teilen und nutzen oder ihn wieder in virtuellen Wert umwandeln, indem er ihn anderen überträgt. Der vorauszahlende Kunde beugt so der Deflation, dem unkontrollierten Preisverfall vor. Das realen Mehr-Wert schaffende Unternehmen beugt der Inflation vor, da es genug reale Werte schafft, die einer unkontrollierten Preissteigerung vorbeugen.

Im »ungünstigsten« Fall wird 100% virtueller Wert immer mit mindestens 100% realem Wert vergütet. Der Teil des so geschaffenen Mehrwertes, welcher dem Anleger zugute kommt, gilt als Zinsersatz, oder besser ausgedrückt – als REAL-Zins, statt virtuellem.

Dieser REAL-Zins kann genauso behandelt und bewertet werden wie virtueller Zins.

Schlussfolgerungen & Zahlen:

Wenn wir einen Wirkungsradius zugrunde legen, der dem eines kleinen Dorfes oder eines Wohngebiets entspricht, sehen wir in diesem eine Verteilung der Produktion und des Handels zugunsten klein- und mittelständischer Unternehmen. Jedoch haben die in der Unterzahl vertretenen Großfirmen eine entscheidende Wirkung auf den Geldfluss. Sie verfügen aufgrund ihrer höheren Geldkonzentration über die Möglichkeit den Geldfluss mittels Preispolitik nicht nur zu regulieren, sondern auch für firmeninterne Zwecke zu manipulieren, die Manipulation zuungunsten von Mitbewerbern inbegriffen.

Diese Manipulationen fallen unter die Rubrik Spekulation, da das sich daraus ergebende allgemeine Preisgefüge kein Ausdruck der reellen Gegen-Werte ist, sondern die Manipulation von virtuellen Werten zur Erreichung der Verfügungsgewalt über nicht-eigene reelle Werte darstellt. Die augenscheinlichste Folge dieser Art Politik zeigt sich im Sterben der klein- und mittelständischen Unternehmen. Da der Kunde natürlich einen günstigen Preis sucht, sich Tante Emma aber diesen Preis nicht einmal leisten kann, weil sie keine Verfügung über virtuelle Werte hat, muss Tante Emma gehen. Das zwiespältige Gefühl des Kunden, unbeabsichtigt für den unternehmerischen Tod von Tante Emma verantwortlich zu sein, aber bleibt.

Die Einführung des REAL-ZINS hätte folgende Konsequenzen. Dazu eine Beispielrechnung, die sich auf durchschnittliche Werte des Bundesamtes für Statistik bezieht:

Wenn 1.000 Personen in ihrer näheren Wohnumgebung (ca. 4 qkm im Bundesdurchschnitt – in Berlin beträgt auf dieser Fläche die Dichte ca. 4.000 Personen) ca. 500,– Euro pro Monat ausgeben (enthalten sind Nahrungsmittel, Kleineinkäufe, Café- und Kneipenbesuche u.ä.), dann würde bei Vorauszahlung dieser Summe eine Mehrwertoption von 500.000,– Euro geschaffen. Diese Summe wurde als Drittel der durchschnittlichen Privatausgaben von 1.500,– Euro pro Person ermittelt, wobei den Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak hier 300,– Euro zustehen. Wenn diese Mehrwertoption an den Handel abgetreten werden würde, hätte jede einzelne Person, bei einer (beispielsweisen) Realverzinsung von 10% gesamt, eine REAL-ZINS-Option von 50,– Euro. Die einzelne Verzinsung kann natürlich auch mehr oder weniger betragen, aber alles ist immer mehr als der zur Verfügung gestellte virtuelle Wert. Das eigentlich Wichtige daran ist aber die Tatsache, dass 500.000,– Euro angelegter virtueller Wert aus dem obigen Beispiel zusätzliche Investitionsmöglichkeiten für die umliegenden Unternehmen schafft. Der Geldfluss wird um 500.000,– Euro bereichert. Der Vorteil dieser Methode ist die Selbstbestimmung seitens der Kunden – sie entscheiden zu welchem Unternehmen sie ihr Geld bringen wollen. Das sich daraus ergebende niedrigere Preisgefüge, welches durch Gewährung von reellem Mehrwert seitens der Unternehmer entstanden ist, trägt wiederum zur Stabilisierung des Geldumlaufs bei, da es nicht zur Vernichtung von reellem Wert, sondern zur Schaffung von reellem Mehr-Wert genutzt wird.

Die Rechnung von 500.000 multipliziert mit 12 Monaten ergibt einen virtuellen Wert von 6.000.000 per Anno. Dieser virtuelle Wert steht als Finanzierungs- und Absicherungspotential zur Umsetzung von REAL-Wert durch Schaffung von Mehrwert. Wenn wir einen Mehrwert zugrunde legen, der an die heutige, so genannte Mehrwertsteuer angepasst ist, ergibt sich ein effektiver Real-Mehrwert von 960.000,– Euro im ersten Jahr, der zusammen mit der Einlage von 6.000.000 einen virtuellen Wert von 6.960.000,– Euro ergibt, mit dem Vorteil durch Real-Werte abgestützt zu sein. Würden diese Wirtschaftshilfen auch noch steuerlich geltend gemacht werden können, wäre der Bonus um den geltend zu machenden Betrag zu erweitern. Auf den REAL-Zins wird keine weitere Steuer fällig. Im zweiten Jahr würde sich die verfügbare virtuelle Kapazität auf 15.033.600 erhöhen, da zu den 6.960.000, im Folgejahr weitere 6.000.000 dazu kommen. Daraus ergibt sich am Jahresende eine Summe von 12.960.000, die mit ihrem Mehrwert von 2.073.600 erstgenannte Summe ausmacht. Die Vermutung, dass mit zur Verfügung stehenden virtuellen und reellen Werten dieser Größenordnung, eine Mitsprache hinsichtlich wettbewerblicher Preisregelungen unerlässlich ist, dürfte nicht allzu weit von den Möglichkeiten entfernt sein. Würde dieser Durchschnitt von einem Viertel der Bevölkerung von Berlin (3.399.000 Einwohner) gehalten werden können, ergäbe sich daraus statistisch, bezogen auf den obigen Betrag von 15.033.600, ein virtueller Zusatzwert von 60.134.400,– Euro in zwei Jahren.

Der durch 500,– Euro erwirtschaftete REAL-ZINS würde bei jeweils 9,5% von 19% (Mehrwertteilung: Anleger & Unternehmen) eine Ersparnis von jeweils 45,50 Euro für jeden Anleger und jedes Unternehmen bedeuten. Nach 10,5 Einlagen gleicher Höhe ergibt sich jeweils eine Amortisation von 500,– Euro und niemand hat nichts investiert, was er nicht sowieso jeden Monat in Lebenserhaltung und Sozialgefüge investieren würde. Der Unterschied liegt in der Verteilung der Werte.

Investor und Unternehmer sind von Anfang im liebsten Bereich aller Buchhalter – dem Guthaben.

Mai 2004

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