Desiderata 2

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Gehe Deinen Weg gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke bitte an den Frieden der Stille, soweit als möglich, ohne andere aufzugeben, und sei auf gutem Fuß mit jedermann.

Sprich Deine erkannte Wahrheit ruhig und klar aus und höre anderen zu, auch wenn sie scheinbar langweilig und unwissend reden, denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen; und sie sind oft allein.

Suche die Lauten und Streitsüchtigen. Sie verwirren ihren und anderer Geist. Lass sie deshalb nicht allein. Finde die Leisen und Liebenden. Sie erkennen ihren und anderer Geist. Gehe deshalb mit ihnen.

Vergleichst Du Dich mit anderen, kannst Du hochmütig oder verbittert werden, denn immer wird es Menschen geben, die bedeutender oder schwächer sind als Du. Vergleiche andere mit Dir und Du wirst sehen, sie sind ein anderes Du.

Auch Du kannst gnadenlos werden angesichts der vielen Menschen, die weniger scheinen als Du. Und auch Du kannst willfährig werden angesichts der vielen Menschen, die mehr scheinen als Du.

Vergleiche Dich nur mit Dir, denn Du bist Dein. Oder vergleiche Dich mit dem Höchsten, denn das bist Du; wenn Du es bist. Vergleiche andere nur mit sich, denn sie sind Du. Oder vergleiche sie mit dem Höchsten, denn das sind sie; wenn Du es willst.

Erfreue Dich an dem, was andere erreicht haben, und an dem, was andere wollen, wenn es gut ist. Bemühe Dich um ihren Werdegang, wie bescheiden er auch sein mag; er ist ein fester Besitz in Dir und im Wandel der Zeit.

Sei vorsichtig bei Deinen Wünschen, denn die Welt ist voller Betrügerei. Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen, denn Tugend ist auch vorhanden: Viele streben nach Idealen, und Helden gibt es überall im Leben. Überall. Sei Du selbst. Sei sie. Sei Mensch.

Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor. Täusche nicht Dich. Täusche vor allem auch nicht die anderen.

Denn täuschen kannst Du nicht.

Sei nicht zynisch, wenn es um Hass geht, denn wegen aller Öde und Enttäuschung entsteht er, aber er verdorrt wie Gras, wenn Du ihn nicht beachtest. Hass ist keine Zuflucht. Vor nichts. Zu nichts.

Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht, denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht, sondern wächst weiter wie Gras. Liebe ist die einzige Zuflucht. Vor allem. Zu allem.

Höre freundlich auf den Ratschlag der Alten, und verzichte mit Demut auf die Kraft der Jugend.

Stärke die Kräfte Deines Geistes, um andere bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen. Stärke die Kräfte Deines Geistes, um der anderen Geist dadurch zu stärken.

Quäle dich nicht mit Wahnbildern. Quäle dich nicht mit Anhaftungen. Quäle Dich mit der Wahrheit, um sie in anderen zu sehen. Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit. Wenige Ängste kommen aus Wissen. Keine Angst kommt aus Liebe.

Trifft ein Pfeil Deine Brust, frag nicht warum, zieh ihn heraus.

Trifft das Leben Dein Leben, lebe es.

Bei aller angemessenen Disziplin, sei freundlich zu anderen. Bei allem angemessenen Wissen, teile es mit anderen. Bei allem angemessenen Hass, vergiss ihn. Bei aller Liebe, bleibe Mensch.

Genau wie die Bäume und Sterne, so bist auch Du ein Kind des Universums. Du hast ein Recht auf Deine Existenz. Und genau wie Du, sind alle Wesen Kinder des Universums. Und sie haben ein Recht auf ihre Existenz.

Und ob Du es verstehst oder nicht, entfaltet sich die Welt so wie sie soll. Bleibe also in Frieden mit Gott, was immer Gott für Dich bedeutet, und was immer Deine Sehnsüchte und Mühen in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien – bewahre Deinen Frieden anderen Seelen. Bewahre ihren Frieden für Dich.

Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt. Denn es ist Deine Welt. Denn es ist ihre Welt. Und es ist unsere Welt.

Sei frohgemut. Strebe danach Glück zu verbreiten.

Für alle. Für Dich. Für uns.

Glück ist die Kunst, Leid zu vermeiden.

Maria v. Boisse

Erweiterte und modifizierte übersetzte Fassung des englischen Gedichts »Desiderata« (Der Wunsch) von Max Ehrmann (1872–1945).

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Das sind die Regeln: Es ist so einfach, sich in einem Projekt Respekt zu erarbeiten. Leiste einfach was. Erwarte nichts als Gegenleistung. Problem: Jede Minute, die Du über Dich oder Deine Leistungen redest, machen 10 Minuten tatsächliche Leistung kaputt. Niemand schuldet Dir freie Arbeit – und niemand schuldet Dir Support für seine freie Arbeit – und Dich mitmachen zu lassen, schuldet Dir auch niemand. Wer herkommt und Forderungen stellt, der hat sich sofort 100 Minuspunkte erarbeitet. Daraufhin kriegt der erst Recht keine Hilfe mehr und wird in dem Gefühl bestärkt, in einer feindlichen Umgebung zu sein. Eine selbsterfüllende Prophezeiung. Es ist eigentlich alles so einfach – und so berechenbar. Niemand verhält sich hier irrational. Idioten wird es immer geben. Sei einfach keiner von ihnen. Ganz einfach!
– frei nach Felix von Leitner